Teil 3: Wahrheiten über Ihre IT, die Sie gar nicht hören wollen. Management Attention.

Einleitung

In der Artikelserie „Wahrheiten über Ihre IT, die Sie gar nicht hören wollen.“ werden in einer lockeren Sequenz Themen erörtert, die nicht das beste Licht auf unsere Branche werfen.

Das heutige Motto ist:

Wie die Leitung, so die Leistung!

Der Autor Stefan Berner ist Software-Architekt, Modellierungsspezialist und Oracle-Teacher mit über 20 Jahre Oracle Erfahrung in Entwurf, Pflege und Programmierung (SQL, PL/SQL, Apex, Forms, Reports). Er antwortet gerne auf Kommentare im Anschluss des Artikels oder via Email.

Das Problem

Management Attention ist ein kritischer Erfolgsfaktor. Das steht in jedem Handbuch über IT-Projekte. Es ist eine der Weisheiten, die jeder bekräftigt und kaum einer versteht geschweige denn umsetzt. In vielen Projekten wird die Aufmerksamkeit der Vorgesetzten erst erreicht, wenn Zeit- oder Geld-Budgets überschritten sind. Nicht selten übernimmt dann ein Mitglied der Geschäftsleitung das Ruder. Es werden „griffige Massnahmen” eingeleitet und das Projekt geht immer noch bzw. noch schneller schief.

Das nennt man dann Management Attention.

Die Ursache

Was genau ist gemeint mit Management Attention? Es ist nicht damit getan, dass die Geschäftsleitung regelmässig einen geschönten Projektbericht erhält, dessen Kurzform von folgender generischer Natur ist: „Es gibt einige Probleme, Massnahmen wurden ergriffen, wir sind immer noch auf Kurs und zuversichtlich, dass wir die Ziele erreichen können.“ Es ist auch nicht damit getan, dass das Management in Krisensituationen mehr Geld und Leute organisiert.

Der Einfluss von Softwareprojekten auf die Firmenkultur und den Geschäftsgang wird häufig unterschätzt. Softwaresysteme geben vor, wie in den Fachabteilungen gearbeitet wird. Geschäftsprozesse, Regeln, Arbeitsabläufe und fachliche Schnittstellen werden durch die Software nicht nur unterstützt sondern definiert, erzwungen oder eingeschränkt. Jeder falsche oder unflexible Geschäftsprozess, jede Inkonsistenz in zentralen Geschäftsdaten kann zu hohen Verlusten führen. Das kann jeder bestätigen der (Standard-)Software eingeführt hat und auf die Auswirkungen auf Firmenkultur und Arbeitsabläufe schlecht vorbereitet war.

Die Lösung

Jedes grössere Projekt braucht ein Mitglied des höheren Managements als Product Owner. Dies ist kein Ehrenamt, sondern eine ernstzunehmende, verantwortungsvolle Aufgabe. Es braucht jemanden der oder die nicht nur Gelder spricht, sondern sich so weit in das Projekt eindenkt und einbringt, dass er oder sie weiss, worauf sich die Firma einlässt.

Es genügt nicht, sich mit den Lieferanten auf Ziele und Absichten zu verständigen. Es genügt nicht, sich von seinen Zunftkollegen bestätigen zu lassen, sie hätten die selbe Software und die selben Probleme. Es braucht jemanden im Projekt, der für die Firma mitdenkt. Das ist nicht gratis zu haben. Es braucht neben Zeit auch persönliches Engagement.

Die Standardausrede “Wir können es uns nicht leisten, uns um solche Details zu kümmern” heisst in der Realität “Wir können es uns nicht leisten, uns nicht um solche Details zu kümmern.

Sie wollen qualitativ gute Software?

> Bestimmen sie ein Mitglied des oberen Managements als aktiven Paten für das Projekt.
> Wenden Sie als verantwortlicher Manager genügend Zeit und Energie auf, um sich in das Projekt einzuarbeiten. Sie müssen wissen was das Projekt bzw. sein Scheitern für die Firma bedeuten.
> Stellen Sie sicher, dass die Einbettung in und die Auswirkungen auf ihre Firma bei Auftraggeber und -nehmer bekannt sind.
> Stellen Sie sicher, dass Firmenkultur und wichtige Geschäftsprozesse gebührend in das Softwareprojekt einfliessen.
> Formulieren Sie Ihre Projektziele als überprüfbare und sanktionierbare Anforderungen. Machen Sie diese zum Gegenstand des Auftrages bzw. Vertrages.


Wie die Diso AG Sie hierzu unterstützen kann

> Beratung und Projektbegleitung von Managern die IT-Projekte verantworten.
> Review und Bewertung von Projektberichten.
> „Übersetzung“ von IT-Berichten in Management-Sprache.

Für Fragen rund um die Diso AG Dienstleistungen und Services wenden Sie sich direkt an Daniel Meienberg.

Diso AG – Der Daten- und Cloud-Experte

Die Diso AG ist ein renommierter IT-Dienstleister und langjähriger Oracle-Vertriebspartner in der Schweiz mit Schwerpunkten in den Bereichen Datenbanken und Cloud-Lösungen. Diso bietet ihren Kunden beispielsweise die Oracle Plattform as a Service-Lösung und die dazugehörige Datenmigration an. Kunden profitieren des Weiteren vom Komplettlösungsangebot im Sinne von Planung, Integration, Support inklusive Betrieb und Überwachung von IT-Infrastrukturen und Datenbanksystemen.

Im Bereich Software-Engineering entwickelt Diso massgeschneiderte IT und Software-Lösungen für unternehmensspezifische Anwendungen, wann immer sinnvoll mit einem mobile-first Ansatz. Zudem ist Diso Spezialist wenn es um die Software-basierte Optimierung von Performance geht. Auf die Kompetenz des traditionsreichen IT-Dienstleisters und Mittelständlers vertrauen bereits namhafte Kunden aus den Schwerpunktbranchen Banken, Versicherungen Detailhandel und öffentliche Verwaltung.

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