Teil 2: Wahrheiten über Ihre IT, die Sie gar nicht hören wollen. Der Benutzereinbezug.

Der heutige Blog steht unter dem Motto „Wer nicht sagt was er braucht, bekommt was er verdient“.

Das Problem

„Benutzereinbezug ist wichtig“. Ich habe noch nie etwas Gegenteiliges gehört. Doch trotz diesem Unisono-Bekenntnis gibt es ihn kaum.

Haben Sie Folgendes schon gehört?

> „Benutzer sagen nie richtig, was sie wollen“.

> „Die können die komplexen Modelle sowieso nicht verstehen“.

Oder von der Gegenseite:

> „Die haben uns gar nie gefragt“.

> „Das ist uns zu technisch, das müssen wir nicht verstehen“.

> „Das sind IT-Themen, dafür seid ihr zuständig“.

Dies sind alles hilflose Sprüche, welche die Kommunikationsprobleme zwischen IT Anwendern und Herstellern/Entwicklern verdeutlichen.

Die Ursache

Fachleute einerseits, welche sich Informatik Grundkenntnisse angeeignet haben, sowie Informatiker andererseits, welche kaum je ein IT Projekt im relevanten Fachgebiet bearbeitet haben, wissen meistens zu wenig über die jeweils andere Disziplin.

Kenntnisse der Theorie oder Allgemeinwissen über ein Fachgebiet reichen nicht für eine gute Kommunikation. Gute Software ist auf die Verwendung in einem konkreten Fachbereich zugeschnitten. Detailhandel ist nicht gleich Detailhandel, Lagerverwaltung nicht gleich Lagerverwaltung, Patientendossier nicht gleich Patientendossier.

Wer auf das Prinzip Hoffnung setzt, à la…

> Die werden wohl wissen was zu tun ist

> Beim 3. Anlauf muss es ja klappen

> Die Standardsoftware hat ein *xy module*, damit sind doch all unsere Anforderungen abgedeckt.“

> der verdient es nicht besser!

Die Lösung

Es gibt kein erfolgreiches IT-Projekt, wenn sich Hersteller/Entwickler und Anwender nicht ausgetauscht und verstanden haben. Benutzereinbezug bedeutet echte Kommunikation zwischen den Beteiligten. Er bedingt gegenseitiges Verstehen. Ohne dieses brauchen Sie ihr Projekt gar nicht zu beginnen. Sie werden scheitern.

Kunden unterscheiden sich in Arbeitsweise, Grösse, Kundensegment, Standort, Produktesegment, und so weiter. Erst wenn auch diese spezifischen, für jedes Unternehmen einmaligen Aspekte in die Software einbezogen werden, wird sie brauchbar und erfolgreich. Bei Standardsoftware heisst das dann „Customizing“, was ohne funktionierende Kommunikation und echtes Verständnis ebenfalls nicht zielführend ist.

Benutzereinbezug heisst, dass das kombinierte Wissen der Fachleute und der IT in die Arbeit einfliesst. Nur so wird ein Projekt erfolgreich.

Für Informatiker in Schlüsselrollen (Architekt, Projektleiter) führt kein Weg daran vorbei, sich in die Welt des Kunden einzudenken. Die spezifischen Umstände, die Kultur, die eingespielten Arbeitsabläufe wirklich zu verstehen. Kombinierte Ausbildungen wie Wirtschaftsinformatik oder Medizinalinformatik sind gute Voraussetzungen um sich in der Welt der Kunden zurechtzufinden. Sie sind aber noch keine Garantie, dass man genau jenen Kunden auch versteht.

Als Auftraggeber müssen Sie sich einbeziehen lassen. Sie müssen sich die Mühe machen, Modelle und Ergebnisse der Informatiker zu verstehen. Was natürlich voraussetzt, dass diese verständliche Dokumente liefern.

Benutzereinbezug bedeutet harte Arbeit für beide Seiten. Natürlich ist das Prinzip Hoffnung einfacher. Die Statistik der nicht erfolgreichen Projekte spricht leider gegen letzteres.

Sie wollen qualitativ gute Software?

> Investieren Sie in Kommunikationskultur.

> Übergeben Sie die Spezifikationsarbeiten an der Schnittstelle zwischen Fach- und IT Leuten mit guten Kommunikationsfähigkeiten.

> Akzeptieren Sie als Auftraggeber kein Dokument…

……..das Sie nicht wirklich verstanden haben…

……..mit dessen Inhalt Sie nicht 100% einverstanden sind…

……..dessen Konsequenzen auf das Gesamtprojekt Sie nicht abschätzen oder nachvollziehen können!

> Akzeptieren Sie keine Ausreden, warum die Konzepte und Modelle nicht von allen verstanden werden (können).

> Fragen Sie nicht „Habt Ihr die Fachabteilung gefragt?“ oder „Habt Ihr das IT-Konzept gelesen?“. Fragen Sie „Habt Ihr euch gegenseitig verstanden?“.


Rückfragen und Diso AG Unterstützung

> Mobile-, Desktop- und Web-Softwareentwicklung mit explizit gesamtheitlichen Lösungsansätzen

> Moderieren von Sitzungen zwischen Fachleuten und IT

> Workshops für Organisatoren und Fachabteilung: “Wie sag ich’s meiner IT?”

> Bewertung von IT Konzepten und Modellen in Bezug auf ihre Verständlichkeit durch alle Beteiligten.

Für Fragen wenden Sie sich direkt an Daniel Meienberg, CSO Diso AG: dmeienberg@diso.ch

Diso AG – Der Daten- und Cloud-Experte

Die Diso AG ist ein renommierter IT-Dienstleister und langjähriger Oracle-Vertriebspartner in der Schweiz mit Schwerpunkten in den Bereichen Datenbanken und Cloud-Lösungen. Diso bietet ihren Kunden beispielsweise die Oracle Plattform as a Service-Lösung und die dazugehörige Datenmigration an. Kunden profitieren des Weiteren vom Komplettlösungsangebot im Sinne von Planung, Integration, Support inklusive Betrieb und Überwachung von IT-Infrastrukturen und Datenbanksystemen.

Im Bereich Software-Engineering entwickelt Diso massgeschneiderte IT und Software-Lösungen für unternehmensspezifische Anwendungen, wann immer sinnvoll mit einem mobile-first Ansatz. Zudem ist Diso Spezialist wenn es um die Software-basierte Optimierung von Performance geht. Auf die Kompetenz des traditionsreichen IT-Dienstleisters und Mittelständlers vertrauen bereits namhafte Kunden aus den Schwerpunktbranchen Banken, Versicherungen Detailhandel und öffentliche Verwaltung.

Die Diso designt wandlungsfähige IT-Systeme, entwickelt massgeschneiderte Software und ermöglicht die performante Verwendung und Auswertung von Informationen.